Die Bilder von Demonstrationen gegen die europäische Austeritätspolitik bestimmen zwar nicht mehr die 20 Uhr Nachrichten – doch der Umgang und die Auswirkungen der Schuldenkrise sind noch immer brandaktuell.

Vor allem junge Menschen haben in der Diskussion einen schwierigen Stand: Sie trifft keine Schuld, sie werden nicht nach ihrer Meinung gefragt und doch sind sie die leidtragende Generation. Das aktuelle Delph-EU-Projekt der Change Centre Foundation möchte genau diesen Jugendlichen eine Stimme geben. In 2014 wurden dafür die grundlegenden Vorbereitungen getroffen.

In vier europäischen Kernländern (Spanien, Polen, Großbritannien und Deutschland) werden besonders engagierte junge Menschen nach den größten Herausforderungen Europas und möglichen Lösungsansätzen befragt. Die Befragungs-Zielgruppe ist zwischen 20 und 30 Jahre alt und in der Regel in einer Jugendorganisation aktiv.

In voraussichtlich drei Befragungswellen wird es ab Frühjahr 2015 um Themen wie bürgerschaftliches Engagement, Europapolitik, Herausforderungen für Europa, Lösungsansätze und die europäische Solidarität gehen. Eine klassische Online-Befragung wird gemäß der sozialwissenschaftlichen Delphi-Methode um ein partizipatives Element ergänzt: Die jungen Erwachsenen machen eigene Vorschläge für die Zukunft Europas.

Das ausdrückliche Ziel dabei ist es, Denkanstöße zu liefern und den Diskurs über die Zukunft Europas anzuregen. Dass die europäische Diskussion bei deutschen Bürgern nur rudimentär präsent ist, fand die Change Centre Foundation Anfang des Jahres in einer repräsentativen Befragung heraus: 58% möchten gerne mehr über die Zahlungen an Krisenländer wissen. Bei einem Gedankenexperiment, bei dem die Deutschen für die Errungenschaften Europas zahlen müssten, würden sie im Schnitt aber nur 61 Euro ausgeben.

Junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren sind bereit für Ihr Europa immerhin 97 Euro zu zahlen. Grund genug dafür, in vier Ländern genauer nachzufragen: „Europe can do better - What young people say.“

Lesen Sie den vollständigen Stiftungsbericht 2014 hier. Oder besuchen Sie unsere Projekt-Website.

 

 

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